Archiv für Juni 2013

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„Mythos-Tour“ & 150 Jahre Consol

...am kommenden Samstag (22.06.13)

Noch ziemlich genau ein Jahr, dann ist wieder Fußball-WM! Anstoß zum ersten Spiel in Sao Paulo/Brasilien ist am 12. Juni 2014. Bereits vor 150 Jahren ging es hingegen in Gelsenkirchen so richtig rund. Denn erst mit der Abteufung des ersten Schachtes der Zeche Consolidation am Schalker Markt im Jahr 1863, erst durch die einsetzende Industrialisierung, wurde innerhalbkürzester Zeit aus der verschlafenen Bauernschaft Gelsenkirchen die „Stadt der 1000 Feuer“.

Schalker Meile

Gleichzeitig war dies auch die Geburtsstunde des 1904 gegründeten FC Schalke 04, immerhin gilt "Consol" bis heute als die "Urzelle" des geilsten Clubs der Welt. Aus dem fruchtbaren Consol-Humus ging der später oft gerufene "Polacken- und Proletenclub“ hervor", der Verein, dem heute mehr als 120.000 Menschen angehören, der Verein, dem jedes Spiel zigtausend Fans die Daumen drücken, der Verein, den einst unsere Großväter und Urgroßväter gründeten. Anlässlich der großen Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag der bedeutendsten Zeche im Gelsenkirchen Süden am nächsten Samstag (22.06) auf dem Consol-Gelände, bieten die Supporters einmal mehr eine "Mythos-Tour" an. Anstoß zur knapp dreistündigen Zeitreise in die Schalker Geschichte ist um 10.04 Uhr, der Preis beträgt 15€ pro Person. Anmeldungen zur Tour bitte vorab per E-Mail an: mythos-touren@supportersclub.de senden.

consol

Wer dann immer noch nicht genug hat, der kann sich nach einer kurzen Verschnauf- und Efrischungspause noch einer consolgeschichtliche Führung anschliessen (ab 14 Uhr), die ebenfalls noch einmal gut und gerne zweieinhalb Stunden dauern wird. Am Ende warten dann Bier- und Bratwurststand auf dem feierlich geschmücktenConsolgelände...

Mehr Informationen zur Mythos-Tour findet man auch unter:

http://supportersclub.de/mythos-touren

 

 

 

 

 

Supporters Club e.V. beschließt Austritt aus dem SFCV e.V.

Am vergangenen Samstag fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Supporters Clubs e.V. (SC) statt. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Diskussion, sowie auch die Abstimmung, über Austritt oder Verbleib im Schalker Fan-Club Verband (SFCV). Mit überwältigender Mehrheit beschloss die Mitgliederversammlung nach langer, leidenschaftlicher und intensiver Diskussion, den satzungsgemäßen Austritt aus dem SFCV.

Bereits Mitte Februar hatte es dazu eine große, mitgliederinterne Diskussionsrunde gegeben, im Zuge welcher die zukünftige Rolle des SC im SFCV intensiv disputiert wurde. Man beschloss, dem SFCV die Möglichkeit und auch die Zeit zu geben die Bereitschaft und den Willen an den Tag zu legen, sich von innen heraus spür- und messbar zu verändern und vertagte die gewünschte Abstimmung. Diese sollte erst nach dem laufenden Spielbetrieb, also während der ordentlichen Mitgliederversammlung in der Sommerpause, ergebnisoffen durchgeführt werden. Die damalige Stellungnahme dazu, u. a. mit der Aufführung zahlreicher Kritikpunkte, kann man hier nachlesen:
http://supportersclub.de/stellungnahme-die-zukunftige-rolle-des-supporters-clubs-im-sfcv/

Die SC-Mitglieder stellten am vergangenen Samstag nun bedauerlicherweise fest, dass es von SFCV-Seite in der Zwischenzeit keinerlei ernsthaft Bemühungen oder Bestrebungen gegeben habe, mögliche Fehlentwicklungen einzugestehen und zu korrigieren, geschweige denn überhaupt mit dem SC – immerhin mit einer Mitgliederzahl jenseits der 1000 die größte Fanorganisation im SFCV überhaupt - Kontakt aufzunehmen. Beides bedauern wir ausdrücklich.

Wie die Mitgliederversammlung am Samstag zeigte, bleiben alle entscheidenden Kernpunkte der Kritik von Mitte Februar weiterhin aktuell. Selbst die Befürworter eines Verbleibs im SFCV drückten allesamt ihre Unzufriedenheit mit der derzeitigen Situation aus. Tenor war immer wieder: Der SFCV habe seine Rolle als Fanvertretung, seinen Trieb zur Einmischung und Mitbestimmung, längst aufgegeben.

Beim SFCV, so zumindest die Wahrnehmung der meisten Mitglieder, drehe sich schon lange fast alles nur noch um Kartenzuteilungen, für die er – nach eigener Aussage – eigentlich schon längst gar nicht mehr zuständig sei. Dahingegen vermisse man jedoch schmerzlich jegliche Einmischung in die aktuellen Geschehnisse der Vereinspolitik, gewinne man immer mehr den Eindruck, dass man nicht mehr die Interessen der angeschlossenen Fan-Clubs bzw. Mitglieder verträte, sondern vielmehr als Erfüllungsgehilfe des S04-Vorstandes agiere, während man gleichzeitig versuche kritische Stimmen mundtot zu machen oder zumindest einfach beharrlich ignoriere.

Einem solchen Verband, der die Argumente und Interessen des S04 von oben nach unten weitergibt anstatt andersherum, die Belange der eigenen Mitglieder vor dem S04 zu vertreten, möchte der SC nicht weiter angehören. Es sind demnach nicht die Fans und Fan-Clubs die sich mittlerweile vom SFCV abwenden, es ist der SFCV der sich von seinen Mitgliedern entfernt.

Vor weit über 10 Jahren trat der SC, auf ausdrücklichen Wunsch des S04, auf ausdrücklichen Wunsch von Rudi Assauer, dem SFCV bei. Rudi Assauer hatte damals die Vision einer (wirtschaftlich) unabhängigen Schalker Fanvertretung, die sich unter einem gemeinsamen Dach – zum Vorteil aller Akteure - wiederfinden könne. Wir bedauern sehr, dass dieser gemeinsame Weg nun enden wird. Von Assauers Vision einer lebendigen und kritischen Fanvertretung, die dem S04 stets als seriöser und zuverlässiger, wenn notwenig aber auch unbequemer, Partner im permanenten Meinungsaustausch dient, ist leider nicht mehr viel übrig geblieben.

Der Supporters Club wird weiterhin, auch gegenüber dem SFCV, als seriöser und zuverlässiger Gesprächspartner auftreten, parallel jedoch ganz sicher auch selbst, gemeinsam mit der Schalker Fanszene, am Bau neuer Wege arbeiten. Der große Zuspruch der vergangenen Tage, im Übrigen auch aus großen Teilen des SFCV selbst, wird uns dabei ermutigen und unterstützen.

Wer mit anpacken will – egal ob aktiv oder passiv, wer etwas bewegen will, wer sich mit „MACHEN anstatt MECKERN“ identifizieren kann, der wird bei uns ganz sicher ein entsprechendes Zuhause vorfinden. Vielleicht nicht immer kuschelig, aber stets demokratisch.

Wie ist der „offene Brief“ der Bezirksleiter zu interpretieren?

Vorab: Wir, die wir in unserem Club – ebenso wie Hunderte anderer Schalker in ihren Fan-Clubs und Fanorganisationen – seit vielen Jahren tätig sind, wissen die Arbeit der Bezirksleiter durchaus zu schätzen und zu würdigen. In der Verantwortung zu stehen ist oftmals ein verdammt undankbarer Job! „Meckern“ ist halt immer einfacher als „machen“!

Einige Aussagen in dem Text irritieren allerdings auch uns. Es kommt uns vor, als sei er in erster Linie eine Art windig-schwammiger Versuch die getroffenen Entscheidungen der vergangenen Monate zu rechtfertigen, zum Beispiel die Zustimmung zur massiven Kartenpreiserhöhung, die Zustimmung zum Viagogo-Deal, die Passivität beim „Sicherheitskonzept“. Dabei dürften sich die Mitglieder und Fans über ihren Fanvertreter im Aufsichtsrat des S04 bzw. den SFCV wohl noch nie so gewundert haben, wie bei der Zustimmung zum Viagogo-Deal; ganz zu schweigen von der stillschweigend abgenickten Explosion der Ticketpreise. Hier hat die Fanvertretung ganz eindeutig versagt, welche Gründe und Nöte sie auch immer dazu getrieben haben mag.

Jegliche Form irgendeiner Einsicht, man könne vielleicht doch einmal irgendwie falsch gelegen haben, wird im gesamten Text schmerzlich vermisst. Ebenso wie nur irgendeine klitzekleine konkrete Aussage zu den entsprechenden Sachthemen.

Besonders irritierend ist, wie man die Prioritäten innerhalb des SFCV sieht: Zunächst einmal, so die Bezirksleiter, müsse man die Interessen des Vereines (S04) und erst danach die Interessen der Fans vertreten. Müsste es bei einer sogenannten FANVERTRETUNG nicht genau anders herum sein? Unserer Kenntnis nach werden auch die Bezirksleiter von den Fans bzw. Fan-Clubs gewählt, um deren Meinung zu vertreten. Werden die Interessen des Vereines nicht schon ausreichend durch die Fan-Abteilung vertreten?

Die Argumentation dabei, es würde ohne den S04 erst gar keine Fans geben löst ebenfalls Irritationen aus, zumindest jedoch eine unendliche Debatte über Huhn und Ei, nämlich die Frage nach dem „wer war zuerst da“? Gerade von einer selbstbewussten Schalker Fanvertretung darf durchaus eine Argumentationskette erwartet werden die darauf fundiert, dass es ohne die treuen Fans gar keinen S04 gäbe, ohne seine Mitglieder überhaupt nie einen S04 gegeben hätte. Wie heißt es doch so schön? „Schalke sind wir". Passenderweise dazu ein Zitat von unserem Ex-Manager Rudi Assauer, welches sogar, auf einer riesigen Leinwand hängend, am Haupteingang der Veltins-Arena wiederzufinden ist: "Ohne die Liebe und Zuneigung der Fans wäre der Verein längst abgenippelt“.

In aller Deutlichkeit gesagt: Niemand wird jemals verlangen, gegen den S04 zu arbeiten. Dies tut im Übrigen auch niemand, das wäre absurd . Aber von einer Fanvertretung erwarten und verlangen wir einfach, dass diese zunächst einmal die Interessen der Fans in den Vordergrund jeder Diskussion stellt! Und dabei gibt es auch seltenst nur den einen Weg der zum Ziel führt, meistens gibt es mehrere Wege die zu einem Ziel führen können. Ob der SFCV dabei, wie im Text suggeriert, die einzig legitimierte Fan-Vertretung auf Schalke ist, das wiederum wäre eine weitere Diskussion wert.

Die Stellungnahme verstärkt bei uns nachhaltig den Eindruck, dass man derzeit mehr darum bemüht ist uns Mitgliedern unpopuläre Vereinsentscheidungen zu verkaufen, anstatt unsere Belange vor dem Verein zu vertreten. Es scheint sich in den vergangenen Wochen und Monaten also nichts geändert zu haben, es besteht wenig Hoffnung auf Besserung.

Wir hatten vor einigen Wochen gesagt, der SFCV müsse wieder „sexy“ werden. Diese Aussage greifen die Bezirksleiter nun gerne wieder auf mit der Bemerkung, genau dies müsse man eben nicht, man müsse „nur weiterhin seinen ehrlichen Weg gehen“. Ob jemand „sexy“ werden möchte bleibt ihm natürlich selbst überlassen. Leider scheint man aber überhaupt nicht verstanden zu haben, was eigentlich Intention der Aussage war. Die Metapher „sexy“ sollte transportieren, dass der SFCV wieder attraktiver werden müsse, vor allem auch für die jüngere Generation an Schalkern, die sich mittlerweile nahezu geschlossen vom SFCV abgewendet haben! Warum identifizieren sich denn die jüngeren Fans nicht mit dem SFCV? Will man diese Generation gar nicht im Boot haben? Da fühlt sich keiner abgeholt und mitgenommen, einzig das „Lockmittel der Karten“ zieht überhaupt noch Leute an.

„Weiterhin seinen ehrlichen Weg gehen.“ In Anbetracht der massiven Proteste gegen DK-Preiserhöhungen und Viagogo kann das doch niemand, selbst kein Bezirksleiter, ernsthaft behaupten! Oder ist genau das „der ehrliche Weg“ den man weiter gehen will? Wäre der ehrliche Weg nicht viel mehr der, die verkrusteten und verflochtenen Strukturen innerhalb des SFCV und vom SFCV zur Fanabteilung/S04 aufzubrechen und vor allem zu erneuern? Kann eine solche Neuausrichtung ohne jegliche personelle Änderung auf Führungsebene überhaupt funktionieren?

Egal wie der Weg des SC weitergeht, der SC-Vorstand wird auch weiterhin mit allen Beteiligten (S04, SFCV, Fanabteilung, Fan-Szene…) einen offenen Dialog führen. Das hat dann auch nichts mit „sein eigenes Ding“ machen zu tun, sondern einzig und allein damit, dass man die Beschlüsse seiner Mitglieder zu respektieren und auch umzusetzen hat. Niemand zwingt uns dazu, Ämter anzunehmen. Am Ende sollte man aber nie vergessen, wer einen eigentlich gewählt hat, wen man zu vertreten hat, wem man Rechenschaft schuldig ist. Zumindest ist das unser Verständnis von demokratischem Vereinsleben und legitimierter Fanvertretung.

Wer sich vertiefend mit dem Thema auseinandersetzen möchte, dem empfehlen wir folgende Links mit teilweise hochinteressanten Diskussionen dazu, das „Megafon“ packt es hingegen eher satirisch an:

Westline-Forum
Block5-Forum
Schalker Megafon

Offener Brief

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