Archiv für April 2013

Schalker Jahresabschluss 2012

Der Jahresabschluss 2012 des FC Schalke 04 liegt vor und mit ihm ein Konzernbericht im Hochglanzformat, der uns nicht nur Zahlen, Daten und Fakten liefert, sondern uns auch sagt, wie der Jahresabschluss zu deuten ist: Es wurden die „Handlungsspielräume vergrößert!“ Die Finanzverbindlichkeiten konnten „in den vergangenen zwölf Monaten um weitere 12 Millionen Euro auf nunmehr 173 Millionen. Euro gesenkt werden“. Gleichzeitig wurde mit „190,8 Millionen Euro der zweithöchste Umsatz der Vereinsgeschichte“ erzielt. Der Umsatzrückgang von 33,4 Millionen Euro erklärt sich, nach Vereinsangaben, zum Großteil durch einen bewussten Verzicht auf Transfererlöse. Lediglich „der Verzicht auf einen Sommertransfer im deutlichen zweistelligen Millionen-Bereich“ führte letztlich zu einem „negativen Ergebnis des Konzerns in Höhe von 8,9 Millionen Euro“. Schuld sei weiterhin auch das kaputte Stadiondach. Ansonsten ist da noch „der erneute Rückgang der Zinsaufwendungen“, der den „eingeschlagenen Weg der wirtschaftlichen Konsolidierung“ unterstreicht. Es stellt sich uns nun die Frage, ob wirklich alles so blau-weiß ist wie im Konzernbericht glaubhaft versichert wird.27-03-2012

Kritikpunkt 1: Verlust trotz zweithöchstem Umsatz der Vereinsgeschichte

Das Geschäftsjahr 2012 war ein international erfolgreiches Jahr für unseren Club. Sowohl das Erreichen des Viertelfinales der Europa League, als auch sechs Spieltage in der Champions League, stehen zu Buche. Viel mehr geht da nicht. Der Konzernumsatz betrug 190,8 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahr (224,2 Millionen Euro) einen deutlichen Rückgang bedeutet. Hier gilt es anzumerken, dass der höhere Vorjahresumsatz größtenteils lediglich durch den Transfer von Torhüter Manuel Neuer zu Bayern München erzielt wurde. Trotzdem gehört Schalke 04 damit immer noch zu den 15 umsatzstärksten Fußballclubs der Welt (!). Bei den einzelnen Einnahmen fällt auf, dass die Sponsoringerlöse gesteigert werden konnten. Geringer fielen die Erlöse bei den Veranstaltungen und die Transfererlöse aus. Wegen der geringeren Anzahl an Veranstaltungen sank der Materialaufwand entsprechend. Erschreckend ist, dass wir am Ende des Jahres einen Verlust gemacht haben. Unser Verein hat weniger an Einnahmen erhalten, als er an Ausgaben geleistet hat. Zieht man von allen Einnahmen die gesamten Ausgaben ab, so erhält man den Gewinn - oder wie in unserem Fall den Verlust - von rund 8 Millionen Euro (im Vorjahr war es noch ein Gewinn von 4,9 Millionen Euro). Erklärt wird dies vom Vorstand mit den nicht eingeplanten Aufwendungen in Höhe von 6,6 Millionen Euro für die Sanierung des Daches der Arena. Zwar richtig, aber auch ohne diese Maßnahme hätte es 2,5 Millionen Miese gegeben. Was verwundert ist, dass hierfür keine Rücklagen gebildet worden sind (nicht gestellt sei die Frage nach einer entsprechenden ERGO-Versicherung). Es ist doch bekannt, dass bei einer multifunktionalen Veranstaltungshalle immer wieder Modernisierungen durchgeführt werden müssen. Was ist wenn die Rasenschublade oder große Teile der Technik veraltet sind; schließt dann der Verein auch wieder mit einem Verlust ab?

31-03-2012

Kritikpunkt 2: Hohe Personalkosten

Beim Personalaufwand hat sich nicht viel verändert, zumindest nicht zum Positiven. Die Konzernausgaben für alle Mitarbeiter lagen 2012 bei 98,5 Millionen Euro (!!!). Im Vergleich zum Rekord-Vorjahresniveau sind diese lediglich um kümmerliche 1,4 Millionen Euro gesunken, was angesichts durchaus anderslautender Ankündigungen schlicht als mangelhaft bezeichnet werden darf.Den größten Anteil daran verschlang natürlich der Lizenzspielerbereich mit allen Profis und dem Trainerstab sowie dem Vorstand (ebenfalls mehrere Millionen Euro). Die Kosten für die Lizenzspielerabteilung belaufen sich nach Vorstandsangaben auf rund 86,5 Millionen Euro. Noch vor wenigen Jahren lagen diese Kosten bei rund 70 Millionen Euro (2009). Mehr als die Hälfte der Umsatzerlöse werden für Personal ausgegeben: ein absoluter Spitzenwert in der Bundesliga (der Durchschnitt liegt hier nur bei knapp 40 Prozent). Zwar sind dies, so wird zumindest argumentiert, teilweise noch immer die langfristigen Folgen der Magath-Herrschaft (nicht zu vergessen: was machte damals eigentlich der Aufsichtsrat?), aber so richtig erfolgreich war der Verein hier noch nicht. Der Vorstand hofft, dass der vollständige Effekt aus der Verringerung des Kaders sich aufgrund von Vertragsauflösungen und Abfindungszahlungen in 2013 auf die Ertragslage auswirken wird. Es sind mittlerweile zwar weniger Spieler in unserem Kader, aber der Verein zahlt wohl immer noch einen größeren Teil der Gehälter von Spielern, die nur ausgeliehen sind. Gleichzeitig zeigen die Gehaltsverhandlungen und Vertragsverlängerungen der vergangenen Monate, dass dieses Thema uns noch länger beschäftigen wird.

Kritikpunkt 3: Schuldenstand

Immer wieder gerne gebraucht im Geschäftsbericht: die Finanzverbindlichkeiten. Nach Vereinsangaben lagen diese zum Jahresende 2012 bei 173,1 Millionen Euro und wurden im Vergleich zum Vorjahr (184,8 Millionen Euro) um 11,7 Millionen Euro reduziert. ABER: die Finanzverbindlichkeiten sind nicht alle Schulden des Vereins. Hinzugezählt werden müssen auch die Rückstellungen und die Rechnungsabgrenzungsposten. Und somit kommt man auf einen Gesamtschuldenstand von gut 250 Millionen Euro. Schon ein Wort!!! Trotz der Höhe gibt es aber auch etwas Positives und das ist die Entwicklung. Vor einem Jahr lagen die Schulden noch um rund 14 Millionen Euro und im Jahr 2009 sogar um fast 50 Millionen Euro höher. Sinkende Schulden bedeuten eine leicht zurückgehende Zinsbelastung, was ja auch nicht schlecht ist. Da hat unser Vorstand schon was geleistet! Die Schattenseite des Ganzen ist, dass für den Schuldenabbau massiv gespart wird und wir im gleichen Zeitraum (abschreibungsbedingt) rund 40 Millionen Euro an Vermögenswerte verloren haben. Investitionen finden fast gar nicht mehr statt. Was sich der Vorstand endlich mal schenken sollte, ist die alljährliche Prognose über das „schuldenfrei“. Diesmal sieht das Peter Peters für das Jahr 2022 oder 2023 erreicht. Vor Jahren war es sein Vorgänger Schnusenberg, der 2008 verkündete, 2015 sei die Arena abbezahlt und Schalke „werde im Geld schwimmen“.

Kritikpunkt 4: Negatives Eigenkapital

Und dann gibt es immer noch diese „schönen“ Geschichten, wenn wieder einmal die Schuldenhöhe kritisiert wird. Sogleich verweist der Vorstand darauf, dass ja den Schulden auch ein Vermögen (Beispiel: Arena) gegenübersteht. Hinzu kommen die stillen Reserven in Form der Spieler. Viel wichtiger als die Interpretation der Bilanzzahlen sind aber zunächst einmal die Fakten: In der Konzernbilanz unseres Vereines gibt es den erschreckenden „nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag“ in Höhe von knapp 76 Millionen Euro. Dieses Negativkapital ist um weitere 9 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Schon per Jahresende 2010 lag dieser Wert bei knapp 72 Millionen Euro. Da das deutsche Bilanzrecht recht transparent ist, bleibt es dabei: Wir haben mehr Schulden als Vermögen! Alles andere ist Wunschtraum!

Cartoon 31 - 2012

 

Fazit

Müssen wir uns Sorgen um den Verein machen oder gibt die Bilanz 2012 Anlass zur Freude? Die Lage war wirtschaftlich schon schlechter, aber es bleibt noch sehr viel zu tun, vor allem was die Ausgabenseite betrifft. Egal was uns immer wieder erzählt wird, es bleibt dabei: Wir haben kein Einnahmen- sondern ein Ausgabenproblem!!! Wenn ein sportlich so erfolgreiches Jahr nicht ausreicht, um eine ausgeglichene Bilanz vorzulegen und zumindest eine schwarze Null zu schreiben, dann stimmen die Strukturen wohl nicht.

 

"Einige Passagen dieses Artikel sind dem Blog „Sind schwarze Löcher in Wirklichkeit königsblau?“ von Susanne Blondundblau auf www.fankultur.com entnommen. Das vollständige Original findet Ihr hier: http://www.fankultur.com/blog/kurvenstar04/item/1383-schwarze-loecher-in-koenigsblau-die-schalker-konzernbilanz-2012"

 

 

Glückauf und Helau liebe Supps und Schalkemitglieder,

bei den meisten von euch dürfte, wenn nicht schon geschehen, spätestens heute die aktuelle Mitgliederausgabe des Vereinsmagazines "Schalker Kreisels" im Postkasten liegen. Und nicht wenige von euch haben sich, ob der skurrilen Ankündigungen zur diesjährigen "Jaheshauptversammlung" am 29. Juni (wobei wir immer noch zur Mitgliederversammlung einladen sollten), in den vergangenen 24 Stunden schon schwer gewundert. Da ist von einem "Erlebnistag" die Rede, einem "Familientag" mit vielen Höhepunkten, Überraschungen und einer "Musical-Showeinlage". Wobei, wenn wir ehrlich sind, eigentlich wundert einen mittlerweile ja schon fast gar nichts mehr...

Auf ein Wort
Nein, selbstverständlich kann niemand etwas dagegen haben, dass die Mitgliederversammlung des FC Schalke 04 ausnahmsweise einnmal von mehr als den üblichen 3000 bis 3500 Mitgliedern besucht werden soll. Warum dem im Übrigen so ist, warum sich in den vergangenen zehn Jahren knapp 100.000 Mitglieder dem geilsten Club der Welt angeschlossen haben, ohne sich aktiv am Vereinschgeschehen - sprich dem Besuch der MV - zu beteiligen, ist eine andere Überlegung wert.

Nein, auch der durchschaubare Schachzug, durch höhere Teilnahme die durchaus berechtigten, kritischen Fragen und Themen nicht in den Vordergrund rücken zu lassen, die anstehenden Wahlen und Entlastungen auf eine breitere Basis zu stellen, überrascht niemanden. Das ist legitim, passt vor allem aber auch exakt zum dem, was bereits in den vergangenen Jahren - teils plump und billig inszeniert - passiert ist, das war für dieses Jahr auch nichts anders zu erwarten. Gleichzeitig ist dies aber auch eine riesige Chance, eine breite Masse an Vereinsmitgliedern mit sachlichen und inhaltlichen Redebeiträgen und Argumenten - das kann und darf sich dann gerne auch bis spät in den Abend ziehen - für die entsprechenden Themen zu sensibilisieren, sie zu überzeugen. Nein, das ist soweit alles in Ordnung.

Aus dem obersten Beschlussorgan des Vereins allerdings eine Art bunten Familientag zu machen, mit Musical-Einlagen und was nicht allem, das überschreitet dann doch für viele eine Grenze, wir sind doch kein Karnevalsverein! Eine Mitgliederversammlung ist die wichtigste Zusammenkunft eines jeden Vereines und kein "Event," hat mit Kasperletheater oder Kirmes nichts zu tun. Oder sind wir mittlerweile gar nur noch ein Karnevalsverein? Eine Mitgliedschaft, insbesondere das Wahlrecht bei der MV, muss sehr Ernst genommen werden und nicht durch ein buntes Rahmenprogramm zu einem Zirkus verkommen. Oder gibt es demnächst bei uns nur noch "Helau & Alaaf" anstatt "Glückauf"?

Schalke, wir leben Dich? Nein, Schalke, wir schämen uns!

Was folgt denn noch an weiteren "Überraschungen"? Dieter Bohlen als Versammlunsgleiter? Eine große Choreo mit ausgelassener Pyroschow der 04 vordersten Reihen? Hüpfburg und Kinderschminken? Eine Aufteilung des Wahlrechts zwischen Mann und Frau? Werden die Kanidaten Jobst, Peters und Tönnies zum Recall eingeladen? Ist eine Kostümierung ausdrücklich erwünscht? Wird der russische Präsident W. Putin bei den letzten Akkorden von "We will Rock you" (vom Aufsichtsrat getrommelt) aus der Musical-Torte springen und uns als neues Ehrenmitglied präsentiert? Ein Viagogo-Stand, bei dem alle gerade erst erworbenen Tickets sofort mit 100% Aufschlag weiterveräußert werden können? Wundert es eigentlich irgendjemanden noch, warum Schalke 04 tief in den roten Zahlen steht, wenn man mit einer solchen "Ernsthaftigkeit" seine Aufgaben angeht? Eigentlich bleibt nur eine Schlussfolgerung zu ziehen: SIE verstehen Schalke nicht!

Schalke war für die Menschen schon immer mehr als nur ein Club, Schalke ist ein fester Bestandteil ihres Lebens, ihrer Seele, ihrer Identität. Man sucht sich Schalke nicht aus wie einen Pudding an der Kühltheke, sondern Schalke sucht sich einen aus. Du hast da keine Chance, Du hast es Dir nicht ausgesucht, aber doch ist es ein Teil von Dir, sowie Deine Mutter und Dein Vater ebenfalls ein Teil von Dir sind. "Schalker wird man nicht, Schalker ist man" hat Charly Neumann einst gesagt, doch wer von unseren Verantwortlichen kennt dieses Gefühl überhaupt noch? Wir schimpfen uns "Kumpel- und Malocherclub", lassen dazu keine Gelegenheit aus, Hochglanzprospekte und Werbebroschüren werden damit zugepflastert. Die Menschen allerdings, die Kumpel und Malocher, Eure Großeltern und Urgroßeltern, diejenigen die diesen Verein einst gründeten, ihm eine Seele, ihm einen Sinn gaben, einen Verein schufen, der Generationen von Menschen hier Stolz und Selbstwertgefühl gegeben hat, Generationen von Menschen zusammenwachsen ließ, sie würden sich bei Ankündigung einer solchen Veranstaltung schämen. Szepan und Kuzorra würden sich schämen. "Was habt ihr nur aus unserem Verein gemacht" würden sie fragen? Mit solchen Zirkusveranstaltungen verhöhnen wir unsere Vorfahren und spucken ihnen dabei gleichzeitig auch noch ins Gesicht!

Schalke ist kein Event, Schalke ist nicht Kirmes, Zirkus oder Karneval, kein Phantasialand oder Traumlandpark. Das ist es mittlerweile an den Spieltagen, damit kommen wir klar - aber Schalke ist in seinem Kern mehr als Fußball. Schalke hat Generationen von Menschen gepägt, ihnen Hoffnung und Lebensfreude geschenkt, das Selbstwertgefühl und das Selbstbewußtsein gesteigert - damit macht man ab einem gewissen Punkt keinen Spaß mehr! Wer das nicht versteht, wer das nicht verstanden hat, wer aus dem Erbe unserer Vorfahren, wer aus dem wichtigsten Vereinsorgan eine unwürdige Veranstaltung mit Kirmescharakter macht, der lebt Schalke nicht und der hat Schalke auch nicht verstanden!

Vereinsfamilie am 29.06.2013 - JA
Familientag am 29.06.2013 - NEIN

Wir empfehlen an dieser Stelle dazu noch die "ATTACKE" unserer Freunde von der Schalker Fan-Initiative (Schalker gegen Rassismus): http://schalke-unser.de/?p=960

Euer Supportersclub e.V.

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Einmal im Jahr

ist Kirmes auf Schalke...

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Rudi und die Sache mit dem Schnee

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SFCV-Versammlung Bezirk 1

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Glückauf liebe SCler,

morgen, am 25.04.13, findet die Versammlung des Bezirks 1 des SFCV
statt. Start ist um 19.04 Uhr in den Räumlichkeiten des SFCV-Clubheims.
Wer Lust und Laune hat, kann mich gerne zu dieser Veranstaltung begleiten (ist ja schließlich "unser" Bezirk), die Versammlung ist "offen" für alle.

Wenn ihr "brennende" Fragen (in Sachen SFCV) habt die euch auf den Nägel brennen, dann könnt ihr mir diese bis morgen per Mail (oschi@supportersclub.de) gerne zukommen lassen, ich werde sie dann dort stellvertretend für euch stellen. Bericht im Anschluss folgt.

Glückauf, Oschi

Kartenpreisentwicklung seit 2005/06

Die folgenden Grafiken zeigen die Kartenpreisentwicklung seit der Saison 2005/06 im Ligavergleich.
Vielen Dank, Matthias Berghöfer (Quelle: Facebook ;-))

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Juchuu, ein Freundschaftspiel!

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Busfahrt: SG Eintracht Frankfurt AG – FC Schalke 04 e.V.

Abfahrt ab GE / ANNO 1904 um 10:04 Uhr.
Fahrtpreis: SC-Mitglieder 32€ (ansonsten 35€)

Anmeldungen an oli4@supportersclub.de

Es sind KEINE Eintrittskarten vorhanden!!!

 

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